Bares Geld sparen und die Umwelt entlasten: Wir zeigen wie‘s geht!

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus hat jährliche Energiekosten von über 3.000 Euro und verursacht dabei einen Ausstoß von über 8 Tonnen CO2 – dies entspricht in etwa einer Autofahrt von 25.000 km. Da lohnt es sich, Energie aktiv zu sparen, die Haushaltskasse nachhaltig zu entlasten und dabei der Umwelt etwas Gutes zu tun!

Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie Sie mit einfachen Mitteln in den Bereichen Heizen, Strom und Wasser spürbare Einsparungen realisieren können.

Heizen

Durchschnittlich verbrauchen wir im Haushalt 70 Prozent unserer Energie fürs Heizen. Entsprechend liegt hier der größte Hebel zum Energiesparen. Befolgen Sie unsere Top-3-Tipps zum Energiesparen im Bereich Heizen und sparen Sie so bares Geld:

Wer im Winter die Wohnung regelmäßig stoßlüftet, statt stundenlang das Fenster gekippt zu lassen, spart so schnell bis zu 180,00 Euro im Jahr

Wer seine Raumtemperatur um ein ° C senkt, kann seine Energiekosten um bis zu sechs Prozent reduzieren und so über 100,00 Euro im Jahr sparen

Wer im Winter bei Dunkelheit seine Rollläden schließt, reduziert seinen Wärmeverlust über die Fenster um bis zu 20 Prozent und spart dadurch bis zu 50,00 Euro jährlich

Strom

Durchschnittlich verbrauchen wir 15 Prozent unserer Energie im Haushalt für Strom, z. B. zum Waschen, Kochen oder Fernsehen. Unsere Top-3-Tipps zum Energiesparen im Bereich Strom zeigen Ihnen, wie Sie ohne hohen Aufwand oder große Investitionen dauerhaft mehr Geld im Portemonnaie haben:

Wer seine Elektrogeräte bei Nichtnutzung statt nur in den Standby-Modus komplett ausschaltet, spart schnell bis zu 100,00 Euro im Jahr. Nutzen Sie hierfür z. B. ganz bequem Mehrfachsteckdosen mit Schalter.

Wer mit Deckel kocht, reduziert seinen Stromverbrauch beim Kochen um bis zu zwei Drittel

Wer zehn 60 Watt Glühbirnen durch Energiesparlampen austauscht, spart durchschnittlich dauerhaft 140,00 Euro jährlich

Sie benötigen weitere Energiespartipps?

Egal ob Heizen, Strom oder Wasser – wir haben für Sie viele weitere nützliche Tipps parat:

Die ideale Raumtemperatur finden

In Wohnräumen werden 20° C als angenehm empfunden, im Schlafzimmer genügen 16° C. Gleiches gilt für alle anderen Räume, in denen Sie sich nicht ständig aufhalten. Im Bad darf’s etwas wärmer sein: Hier gelten 23° C als Wohlfühltemperatur. Diese Temperatur empfehlen wir auch für‘s Kinderzimmer. In den Kellerräumen sind 6° C ausreichend, um Frostschäden zu vermeiden. Stellen Sie dafür den Regler am Thermostat Ihres Heizkörpers auf das Frostsymbol bzw. „0“ ein. Treppenhaus und Windfang sind mit 12° C richtig temperiert.

Bitte denken Sie auch daran, die Heizung in allen Räumen nachts zu drosseln. Diese Nachtabsenkung lässt sich entweder zentral an der Heizungsanlage oder über die Thermostatventile des Heizkörpers einstellen und ist oft durch ein Mondsymbol gekennzeichnet.

Auf gesundes Raumklima achten

Wer sitzt schon gerne „im Zug“? Das kann nicht nur unangenehmen Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden haben. Undichte Fenster belasten auch unnötig den Geldbeutel. Für schnelle Abhilfe sorgen selbstklebende Dichtungsbänder aus Schaumstoff oder spezielle Gummidichtungen, die es im Baumarkt gibt.

Gerade in der kalten Jahreszeit sind gekippte Fenster ein Tabu: Wärme dringt nach außen, aber die verbrauchte Luft wird nicht ausreichend ausgetauscht. Die Faustregel für richtiges Lüften lautet: „oft – kurz – kräftig“. Bitte drosseln Sie währenddessen Ihre Heizung. Bei Frost sollten Sie nicht länger als zwei bis drei Minuten lüften. Temperaturen über dem Gefrierpunkt lassen eine Lüftungsdauer von fünf bis zehn Minuten zu.

Gesundes Raumklima hängt auch von der Luftfeuchtigkeit in den Räumen ab: Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen, zu wenig lässt die Schleimhäute austrocknen. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 55 bis 65 Prozent. Wenn Sie sich nicht auf Ihr Gefühl verlassen möchten, misst ein Hygrometer nach.

Unnötige Wärmeverluste vermeiden

Die meiste Heizkörperwärme geht über die Außenwände verloren. Wenn direkt hinter den Heizkörpern eine reflektierende Schicht oder eine zusätzliche Dämmung angebracht wird, kann dieser Wärmeverlust deutlich vermindert werden.

Moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung und eine Dämmung der Rollladenkästen halten die Wärme im Raum.

Möbel, Vorhänge oder Heizungsabdeckungen vor Heizkörpern sind fehl am Platz. Sie hindern die warme Luft daran, sich im Zimmer auszubreiten.

Die Heizungsanlage „in Schuss halten“

Die Heizungsanlage sollte einmal im Jahr von einem Fachmann überprüft werden. Das sorgt für Sicherheit und optimalen Energieverbrauch. Zu Beginn und am Ende der Heizperiode empfehlen wir außerdem den Wasserdruck zu kontrollieren, die Heizkörper zu entlüften und bei Bedarf Wasser nachzufüllen. Denken Sie bitte auch an die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und kontrollieren Sie die Temperatureinstellungen Ihrer Heizanlage. Moderne Anlagen übernehmen diese Kontrollfunktionen selbstständig.

Falls Ihre Heizung nicht zur Warmwasserbereitung benötigt wird, schalten Sie sie am Ende der Heizperiode unbedingt aus. Etwa alle zwei Monate sollte die Heizungspumpe für zehn Minuten eingeschaltet werden, damit sie sich nicht festsetzt und zu Beginn der nächsten Heizsaison wieder betriebsbereit ist.

Ein Blick auf die Flammenfarbe bei Erdgasbrennern kann ebenfalls beim Energiesparen helfen: Wenn die Flammenfarbe vorwiegend gelb statt blau ist, sollte der Fachmann den Brenner sofort reinigen.

Bei nicht gedämmten Heizungsrohren geht viel Wärme verloren, bevor sie die Heizkörper erreicht. Isolieren Sie deswegen Ihre Heizungsrohre mit sogenannten Rohrschalen. Diese gibt’s im Baumarkt für wenige Euros.

Wenn Ihre Heizkörper fiepen oder gluckern oder z.B. in einem Raum der Heizkörper glüht, er in einem anderen aber nur lauwarm wird, dann ist Ihre Heizung nicht richtig eingestellt. Ein sogenannter hydraulischer Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung und sorgt für energieeffizientes Heizen. Dabei wird für jeden einzelnen Heizkörper die Menge an Heizungswasser so begrenzt, dass zu jedem Heizkörper genug Wärme transportiert wird, aber nicht mehr als nötig. So lässt sich bares Geld sparen.

Alte Heizung ersetzen

Anlagen, die älter als 15 Jahre sind, sollten so bald wie möglich ausgetauscht werden. Eine neue Anlage verbraucht 30 bis 40 Prozent weniger Energie als eine alte und bietet somit ein hohes Sparpotenzial. Die Mehrkosten amortisieren sich folglich meist bereits nach wenigen Jahren. Häufig stehen für energiesparende Heizanlagen auch Fördergelder bereit.

Alte Stromfresser durch neue, effiziente Elektrogeräte austauschen

Neue Elektrogeräte arbeiten wesentlich sparsamer als alte. Überlegen Sie deswegen, ob es gegebenenfalls Sinn macht, alte Geräte durch neue zu ersetzen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Effizienzklasse. Beispiel: Beim Ersatz eines etwa 15 Jahre alten Kühlschranks der Effizienzklasse D durch ein Modell der Klasse A+++ sparen Sie pro Jahr über 300 kWh und so ca. 100 Euro. Die Anschaffungskosten machen sich so schon bald über die gesparten Euros bei der Stromrechnung bezahlt.

In der Küche Strom sparen

Kochstelle und Topf müssen zueinander passen: ein kleiner Topf zur kleinen Kochstelle und ein großer Topf zur großen Kochstelle. Erhitzen Sie Wasser im elektrischen Wasserkocher statt auf dem Herd. Das geht schneller und benötigt weniger Energie. Füllen Sie dabei den Wasserkocher immer nur mit der tatsächlich benötigten Wassermenge. Für Gerichte mit langen Garzeiten benutzen Sie am besten einen Schnellkochtopf. Er verkürzt die Garzeit um bis zu 70 Prozent und spart bis zu 50 Prozent Energie. Sparen Sie zusätzlich Energie, indem Sie beim Kochen die Herdplatte frühzeitig ausschalten und die Nachwärme der Kochstelle nutzen.

Beim Backen ist ein Vorheizen des Backofens in den seltensten Fällen nötig. Benutzen Sie außerdem bei Heißluftbetrieb möglichst mehrere Bleche gleichzeitig. Auch bei Ober- und Unterhitze können Sie zwei Backformen nebeneinander einsetzen. Öffnen Sie beim Backen die Backofentür nicht öfter als notwendig, schalten Sie den Ofen zehn Minuten vor Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die Nachwärme. Braten Sie grundsätzlich nur größere Fleischstücke (mind. 1 kg) im Backofen, kleinere im Topf auf der Herdplatte.

Sammeln Sie benutztes Geschirr so lange in der Spülmaschine, bis diese vollständig gefüllt ist und stellen Sie sie erst dann an. Ein Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Wählen Sie das Spülprogramm nach Geschirrart und Verschmutzung. Nutzen Sie bei nur leicht verschmutztem Geschirr das Sparprogramm.

Der Kühlschrank sollte nicht neben Herd, Heizung oder Geschirrspülmaschine stehen und nicht von der Sonne beschienen werden. Wählen Sie eine Kühltemperatur von 6 bis 8° C (also so, dass die im oberen Türbereich gelagerte Butter streichfähig bleibt). Öffnen Sie grundsätzlich die Tür so kurz wie möglich und verschließen Sie sie wieder sorgfältig. Stellen Sie Lebensmittel nur abgekühlt in den Kühlschrank.

Gefriertruhen am besten in den Keller stellen

Stellen Sie Ihr Gefriergerät dahin, wo es kälter ist: nicht neben Heizkörper, Herd oder die Spülmaschine. Ideal ist der Keller. Halten Sie die Temperatur im Gefriergerät nicht tiefer als notwendig. Zur Lagerung gefrorener Lebensmittel genügen minus 18° C. Reifansatz erhöht den Energiebedarf: Tauen Sie deshalb das Gefriergerät spätestens bei ein bis zwei cm Reifansatz ab und reinigen Sie es. Öffnen Sie das Gerät grundsätzlich so kurz wie möglich. Übersichtliche Lagerung verkürzt die Zeiten, während das Gerät geöffnet ist, und verringert Reifansatz und Energieverluste.

Wäsche waschen, trocknen und bügeln

Nutzen Sie möglichst immer das gesamte Fassungsvermögen der Waschmaschine. Waschen Sie mit möglichst niedriger Temperatur und nutzen Sie – wo immer möglich – Sparprogramme. Heutige Waschmittel machen Koch- und Vorwäsche quasi überflüssig. Setzen Sie die Vorwäsche nur bei extrem verschmutzter Wäsche ein.

Lassen Sie Ihre Wäsche im Sommer am besten auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten lufttrocknen. Das schont Ihre Wäsche und freut Ihr Portemonnaie. Falls Ihnen das nicht möglich ist und Sie einen Trockner nutzen, beachten Sie bitte folgende Hinweise: Nutzen Sie möglichst die gesamte Füllmenge des Geräts und geben Sie nur gut ausgeschleuderte Wäsche in den Trockner. Stellen Sie den richtigen Trocknungsgrad ein. Entnehmen Sie Bügelwäsche bügelfeucht. Wenn der Trockner mit Textilien unterschiedlicher Trocknungszeit gefüllt ist, kann das Programm unterbrochen und trockene Wäsche schon vorzeitig entnommen werden. Reinigen Sie nach jedem Trocknungsvorgang das Flusensieb.

Bei Kondensationstrocknern sollten Sie ca. zweimal pro Jahr den Wärmetauscher reinigen, bei Ablufttrocknern einmal pro Jahr den Abluftschlauch. Wärmepumpentrockner verbrauchen nur halb so viel Energie wie die vorgenannten Systeme.

Bügeln Sie möglichst viel Wäsche auf einmal statt immer nur einzelne Teile. Feuchten Sie dabei die Wäsche nicht unnötig stark an und bügeln Sie möglichst ohne Unterbrechung.

Auf die richtige Beleuchtung achten

Wählen Sie nur eine geringe Stärke für die Allgemeinbeleuchtung und dafür lieber eine direkte, kräftige Arbeitsplatzbeleuchtung. Schalten Sie nicht benötigte Lampen aus. Verwenden Sie – wo immer möglich – LEDs, Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren. Leuchten mit Energiesparlampen sollten mindestens zwei Minuten und solche mit Leuchtstoffröhren über zwölf Minuten eingeschaltet bleiben.

Elektrische Warmwassergeräte nur einschalten, wenn sie auch benötigt werden

Elektrische Warmwasserspeicher sollten idealerweise auf Temperaturen zwischen 55 und 60° C eingestellt und bei längerer Abwesenheit ausgeschaltet werden.

Stromfresser im Badezimmer identifizieren

Ein Gerät, das im Badezimmer besonders viel Strom verbraucht, ist der Fön. Nutzen Sie ihn daher so wenig wie möglich. Im Sommer können die Haare auch von der warmen Luft und der Sonne getrocknet werden.

Falls Sie eine elektrische Zahnbürste mit Ladestation haben, stellen Sie die Zahnbürste nur ca. einmal pro Woche auf die Station.

Viele Badezimmerschränke besitzen stromintensive Halogenstrahler. Falls Sie das grelle Licht nicht benötigen, setzen Sie auf die normale Zimmerbeleuchtung mit Energiesparlampen.

Heizungspumpen sind große Stromverbraucher

Für die Heizung ist die Pumpe genauso wichtig wie das Herz für unseren Kreislauf. Was dabei nur wenige wissen: Heizungspumpen sind für fast 20 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein neues Modell rechnet sich deswegen oft schon binnen weniger Jahre.

Die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz haben für uns hohe Priorität. Informationen über Energiedienstleister, Anbieter von Energieeffzienzmaßnahmen und zu Energieaudits erhalten sie z.B. auf der Internetseite der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) unter

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